Schulprobleme und Prüfungsstress

Ich habe ganz besondere Klienten: Gestresste Schulkinder.

Man mag es nicht glauben, wie viel Leistungsdruck bereits bei Kindern und Jugendlichen aufgebaut wird. Das führt dazu, dass die Motivation oder das Selbstvertrauen im Keller ist und dass sich Verzweiflung breit macht. Diese Kinder und Jugendlichen sehen sich als Verlierer, vergleichen sich mit den Besten ihrer Klasse und halten sich selbst für komplette Versager.

Das System „Schule“ bringt bereits 10-jährigen Kindern bei, in Projekten zu arbeiten, in denen sie sich wiederum das (Lehrplan-)Wissen selbst aneignen müssen.

Was ist das für eine Welt, in der sich Lehrer darum kümmern, dass Kinder ihre eigenen Ausbildung managen müssen? Welche Art von Wissensvermittlung soll das sein?

Wer das am Ende nicht schafft, wird aussortiert und im schlimmsten Fall für krank erklärt. Diese Krankheit heißt dann ADS*  oder ADHS**. Schöner Name; und es klingt so melodisch und damit halbwegs freundlich. Also, ab in die Schublade „Krankheit“…

Warum sind Kinder krank, wenn sie sich nicht mehr konzentrieren können, weil sie den Anschluss an den Lernplan verpasst haben? Oder weil sie dem Weg, wie der Lernstoff vermittelt wird, nicht folgen können oder nicht genug Zeit haben ihn zu verstehen?

Wer kommt auf die Ideen, Kindern Medikamente aus diesen Gründen zu geben statt Zeit und pädagogische Zuwendung? Lernen die Kinder Pillen zu schlucken, wenn es nicht so läuft, wie alle anderen sich das vorstellen?

Wer denkt sich solche Lehrpläne aus? Kinder und Jugendliche brauchen Zeit für das Lernen. Jeder Mensch hat seine eigene Geschwindigkeit Dinge zu lernen und zu tun.

Was, wenn Kinder bereits mit dem Lesen, Schreiben und den Grundrechenarten in den ersten Schuljahren massive Probleme haben. Sind sie dann „doof“ oder „zu faul“?

Was, wenn diese Kinder dem weiteren Lehrplan nicht folgen können? Schauen wir in die Zukunft: Werden sie als ungebildete Schulversager im mindestlohnlosen Deutschland irgendeinen Aushilfsjob machen müssen?

In der Erwachsenenwelt ist der Leistungsstress angekommen und kostet die Gesellschaft, für die Behandlung der Auswirkungen viel Geld. Wann erkennt die Gesellschaft, dass hier eine Generation „herangemanagt“ wird, die nie gelernt hat, mit unverschuldetem Stress umzugehen, weil sie nie eine Chance hatte wirklich zu lernen? Nämlich durch Zusehen, Ausprobieren, spielendes Wiederholen bis es wirklich „sitzt“ und das in der individuell benötigten Zeit.

Es gibt noch Hoffnung für Kinder jeden Alters (!),  das Lernen zu lernen: www.orthologix.de

Selbstvertrauen und Motivation können auch wieder aufgebaut werden mit einem speziellen Stressabbauprogramm für Schulkinder.

 

 

*Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom

**Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung