Wann Therapie und wann Coaching?

Arzt

Manchen Leute geht das Thema Stress ziemlich auf die Nerven und das im doppelten Sinn. An allen Ecken und Enden ist davon zu hören und an guten Ratschlägen wird nicht gespart. Eine alte Marketingregel besagt, da wo viel Angebot ist, ist auch eine entsprechende Nachfrage. Oder ist es umgekehrt?

Als Coach im Bereich “Stressmanagement” ist die Konkurrenz groß. Fast könnte man denken, das ist eine einfache Angelegenheit: Nimm mir meinem Stress und alles wird gut. Dazu fühlen sich verschiedene Berufsgruppen berufen. Es gibt ein Gerangel um die Klienten: Ob die in einem eher psychotherapeutischenen Rahmen behandelt werden sollten oder ob “nur” ein Coaching ausreicht.

Als Entscheidungsrahmen empfehle ich die Fähigkeit der Selbstreflexion zu prüfen. Klienten, die nicht (mehr) dazu in der Lage sind, gehören ganz eindeutig in eine (klinische) Therapie. So einfach ist es aber oft nicht im Alltag. Ein großes Problem ist die Verfügbarkeit von freien Therapieplätzen. Manche Klienten warten Monate für einen ersten Termin beim Psychotherapeuten. Von einer freien Theraputenwahl will ich schon gar nicht reden. In der Zwischenzeit kann sich die Situation nochmals verschlimmern. In manchen Fällen sind intensive Maßnahmen notwendig, um zurück in einen erfüllenden Alltag zu finden. Ein Großteil der vom Stress betroffenen kann Unterstützung bei einem qualifizierten und erfahrenen Coach finden.

Die Berufsbezeichnung “Coach” ist nicht geschützt. Eigentlich kann sich jede x-beliebige Person so nennen. Das macht die Entscheidung oft auch so schwer. Wem kann man vertrauen? Wer ist für meine Situation richtig? Diese Frage kann aber auch bei einem Psychotherapeuten auftauchen. Das ist eine Frage der persönlichen “Chemie”. Wichtig ist in jedem Fall zu erkennen, dass Hilfe benötigt wird. Das ist der allererste Schritt.

Was tun bei dem Gefühl “Der Stress frißt mich auf”?

Die Quelle des Drucks unerheblich ist. Es bleibt bei einer Belastung, die sich ständig vergrößert und die meist erduldet wird, weil es scheinbar keinen Ausweg gibt. Was sollen Menschen tun, die einen großen Druck verspüren, dem sie sich nicht mehr widersetzen können?

Ob im Berufs- oder Privatleben, oft denken Betroffene, dass sie macht- und kraftlos sind. Es fehlen Strategien oder zumindest Ideen, wie die Situation verändert werden kann. Sehr oft spielen Verlustängste eine zentrale Rolle bei den Überlegungen. Wir Menschen geben uns doppelt so viel Mühe Verluste zu verhindern, als eine ungeübte neue Idee umzusetzen.

Das bedeutet, am Alten festzuhalten kostet uns nicht nur mehr Energie, es macht uns auch noch unflexibel und lässt uns somit im “eigenen Saft” weiterbraten. Damit bauen sich weitere innere Kräfte auf, die uns wie starke Magnete am Ungewollten, am Unvollständigen, am Ungeliebten festhalten.

Mal ehrlich: Wer will das wirklich?

 

Veränderungen wagenWie kann Ihnen Coaching helfen?

Ein großer Pluspunkt: Termine bei einem Coach sind viel schneller zu organisieren, als mit einem Psychotherapeuten. Allerdings übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen Coach nicht. Warum eigentlich nicht? Das können wir an dieser Stelle leider nicht klären.

Wie bereits erwähnt, die Grundlage für die Arbeit mit einem Coach ist (Aus meiner Sicht) die Fähigkeit sich selbst zu reflektieren: Sich als selbstständinge Person wahrzunehmen und das eigene Denken/ Tun aus einem gewissen Abstand zu betrachten und das was ist anzuerkennen, auch wenn es einem zur Zeit nicht gefällt.

Sehr oft denken gestresste Menschen, das sie nicht genug getan haben, um die Situation zufriedenstellend für die anderen zu gestalten. Aber es geht ja nicht um die anderen, sondern um die oft vernachlässigten eigenen Bedürfnisse. Zusätzlich ist der Selbstwert im Keller und die Aussichten sind generell düster (“Da komm ich nicht mehr raus”).

Es muss nicht immer ein radikaler Bruch sein, um Veränderungen zum Besseren einzuleiten. Einsichten gewinnen, kleine Beschlüsse fassen und erste Schritte einleiten die hilfreich sind, das kann ein Coaching leisten. In der Praxis erlebe ich es in 9 von 10  Fällen, dass bereits die Startphase als große Erleichterung wahrgenommen wird: Da ist jemand, der versteht und zuhört. Da ist jemand der nicht verurteilt, sondern Mut macht.

Alle sprechen über den Stress. Die wenigsten Menschen sind bereit etwas dagegen zu tun, bis es zu spät ist. Die Rekonvaleszenz eines stressbedingten Depression dauert Monate oder eventuell Jahre. Es kostet bedeutend mehr Energie einen stressbedingten Burnout zu überwinden, als frühzeitig auf den eigenen Körper zu hören und die ersten Signale ernst zu nehmen: Schlafstörungen, Lust- und Antriebslosigkeit und beginnende Verspannungen, die meist in Rückenschmerzen enden.

Eine Faustformel für zuviel Stress

Meine kurze Erklärung, was Stress verursacht:  Etwas ist zuviel oder zu wenig und Sie versuchen mit großem Einsatz weniger oder mehr davon zu bekommen.

Als Orientierung können die Punkte helfen:

  • Wenn Sie anfangen müssen, sich zu überwinden etwas zu tun
  • Wenn Dinge akzeptieren, die Sie nicht mögen
  • Wenn Sie mit Menschen zusammen sind, die nur “nehmen”
  • Wenn Sie keine Freude mehr empfinden

Trauen Sie sich, schaffen Sie sich eine neue Freiheit, werfen Sie Balast ab. Es ist einfacher als Sie denken. Benutzen Sie die Chatbox unten rechts auf der Webseite und vereinbaren Sie ein kostenfreies Erstgespräch, in dem wir klären, wie ich Ihnen helfen kann.

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